FLORENCE, 26. Mai 2026 /PRNewswire/ -- Manche verzichten auf einen Sieg, um das korrekte Ergebnis wiederherzustellen, andere stoppen ihr Rennen, um einem verletzten Gegner zu helfen, wieder andere entscheiden sich in einem entscheidenden Moment für Fairness. Dies sind die Gesten, die mit dem Fair-Play-Menarini-Preis 2026 „Junge Sportler" gewürdigt werden sollen, mit dem drei junge Sportler geehrt werden, die Loyalität und Solidarität über den Sieg gestellt haben.

Ihre Geschichten werden bei der Pressekonferenz am 4. Juni im Nationalen Olympischen Komitee Italiens (CONI) in Rom im Mittelpunkt stehen, wo auch die Stars des 30. Fair Play Menarini International Award bekannt gegeben werden. Die Gewinner des „Young Athletes"-Preises und die internationalen Champions, die den Preis am 2. Juli in Florenz entgegennehmen werden, verbindet somit ein gemeinsamer Nenner: Geschichten, die durch dieselben Werte verbunden sind.
Der erste Preisträger dieses Jahres, Alberto Belluzzi, verwandelte einen Fechtkampf in eine Lektion in Integrität. Während der italienischen U23-Meisterschaften in Caorle stellte der Fechter fest, dass er einen zusätzlichen Sieg errungen hatte. Das Versehen des Schiedsrichters hätte seinen Gegner von der nächsten Runde ausgeschlossen, aber Alberto meldete den Fehler sofort den Offiziellen und bestand darauf, das Ergebnis zu korrigieren.
Auch die Handlungen von Gloria Tinaburri sind ein Beispiel für die edelsten Grundsätze des Sports: Bei den Langstrecken-Weltmeisterschaften in Frankreich stoppte die junge Fahrerin ihr eigenes Rennen, um einer gestürzten Konkurrentin zu helfen. Gloria bewies Klarheit und Gelassenheit und handhabte den Notfall vierzig Minuten lang, indem sie die Pferde sicherte, den verletzten Reiter beruhigte und die Rettungsmaßnahmen koordinierte, bevor sie den Wettbewerb wieder aufnahm.
Der Volleyballspieler Matteo Pasqualetti schließlich verkörperte die Werte Loyalität und Fairness. Während des U-13-Finales gestand der junge Spieler von Virtus Roma Pallavolo in einem spannenden Moment spontan eine von den Schiedsrichtern unbemerkte Blockberührung ein und verspielte damit einen Vorteil für seine Mannschaft.
„Alberto, Gloria und Matteo haben durch ihr Handeln außergewöhnliche Integrität und Selbstlosigkeit bewiesen," sagten Luca Lastrucci, Valeria Speroni Cardi und Filippo Paganelli, Mitglieder des Vorstands der Fair Play Menarini Stiftung. „Der Geist, der diese drei jungen Athleten antreibt, ist derselbe Geist, den der Fair Play Menarini Award seit dreißig Jahren durch die Geschichten unbestrittener Legenden des Weltsports feiert."
Das große Finale der 30. Ausgabe findet am 2. Juli im Teatro del Maggio Musicale Fiorentino statt und feiert die Sieger von 2026 und die schönsten Geschichten des internationalen Sports.
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Österreich hat wegen mutmaßlicher Abhör-Spionage drei Mitarbeiter der russischen Botschaft in Wien ausgewiesen und damit seinen Kurs gegenüber ausländischen Geheimdiensten deutlich verschärft. Auslöser sind umfangreiche Antennenanlagen auf den Dächern der russischen Botschaft im dritten Wiener Gemeindebezirk sowie auf einer russischen Diplomatensiedlung in der Donaustadt. Über diese Signalaufklärungsanlagen sollen nach Angaben österreichischer Behörden Daten abgefangen werden, die unter anderem von internationalen Organisationen über Satelliteninternet übermittelt werden.
Der Verfassungsschutz verweist in seinem aktuellen Bericht ausdrücklich auf die Anlage in der Donaustadt und warnt vor einem Reputationsschaden für Österreich durch die von Wien ausgehenden Aktivitäten. Die Direktorin des Staatsschutzes (DSN), Sylvia Mayer, stuft die russischen Signalaufklärungsanlagen aufgrund ihrer Größe und technischen Ausstattung als bedeutenden Risikofaktor ein. Neben Russland nennt der Bericht auch China und den Iran als besonders aktive Akteure, die eine hybride Bedrohungsstrategie mit Cyberangriffen, Spionage und Desinformation verfolgen.
Die Justiz hatte gegen drei technische Mitarbeiter der russischen Botschaft wegen des Verdachts geheimdienstlicher Tätigkeit im Zusammenhang mit den Abhöranlagen ermittelt. Um weitergehende Untersuchungen zu ermöglichen, forderte das Außenministerium die Aufhebung ihrer diplomatischen Immunität und setzte dafür eine Frist von 14 Tagen. Da Moskau dieser Aufforderung nicht nachkam, erklärte Wien die drei Betroffenen zu unerwünschten Personen. Sie mussten Österreich verlassen; ihre Immunität wurde nicht aufgehoben.
Außenministerin Beate Meinl-Reisinger bezeichnete Spionage als Sicherheitsproblem für Österreich und sprach von einem Kurswechsel der Regierung, die nun konsequenter dagegen vorgehen wolle. Es sei inakzeptabel, diplomatische Privilegien für nachrichtendienstliche Zwecke zu nutzen, habe Wien der russischen Seite unmissverständlich mitgeteilt. Russland kündigte laut der staatlichen Nachrichtenagentur RIA eine harte Reaktion auf die Ausweisungen an. Seit Beginn des Ukraine-Krieges hat Österreich nach Behördenangaben insgesamt 14 Mitarbeiter der russischen Botschaft ausgewiesen, dennoch sind weiterhin rund 220 Personen an russischen Vertretungen im Land akkreditiert.
Parallel zu den diplomatischen Maßnahmen treibt die Bundesregierung eine Reform des Strafrechts voran. Staatssekretär Jörg Leichtfried erklärte, man befinde sich in Schlussverhandlungen über ein neues Spionagegesetz. Der bislang stark eingeschränkte Spionagebegriff solle deutlich erweitert werden, um verdeckte Einflussnahme und technische Aufklärung besser erfassen zu können. Die Ausweisung der drei Techniker wertet die DSN-Führung als Schritt, um die Risiken durch die Antennenanlagen in Wien zu reduzieren, während sich die Beziehungen zwischen Wien und Moskau weiter eintrüben.