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Der Stahl- und Technologiekonzern voestalpine hat in der Luftfahrtindustrie einen Großauftrag mit einem Gesamtvolumen von rund einer Milliarde Euro an Land gezogen. Die Bestellungen erstrecken sich über die kommenden fünf Jahre und stellen nach Unternehmensangaben das bisher größte Auftragsvolumen im Luftfahrtbereich der zuständigen Konzern-Division dar. Ein Teil der Order stammt vom europäischen Flugzeughersteller Airbus.
Der Konzern liefert für gängige Passagierflugzeuge, darunter Modelle der Airbus-Familien A320, A330 und A350, unter anderem Nickelbasislegierungen sowie Schmiedeteile für Triebwerke und Fahrwerke. Die Komponenten werden später in Rümpfen, Triebwerken und Fahrwerken verbaut, zusätzlich umfasst das Paket auch Logistikleistungen. Produziert wird ein Großteil der Teile in Österreich an den Standorten Kapfenberg und Mürzzuschlag in der Steiermark, weitere Komponenten kommen von der brasilianischen Tochtergesellschaft. In Kapfenberg entstehen Spezialschmiedeteile aus Titan- und Nickellegierungen, in Mürzzuschlag Hightech-Bleche für die Luftfahrt.
Die Nachfrage nach Flugzeugen für Kurz- und Mittelstrecken treibt das Wachstum der voestalpine im Luftfahrtsegment an. „Die Großaufträge sind ein starkes Signal für unsere Innovationskraft und unsere Rolle als strategische Partnerin der internationalen Luftfahrtindustrie“, wurde Vorstandschef Herbert Eibensteiner zitiert. Seinen Angaben zufolge steckt heute in nahezu jedem zivilen Flugzeug Technologie des Konzerns.
An der Börse sorgte die Meldung für einen deutlichen Kurssprung: Die voestalpine-Aktie legte im Vormittagshandel zeitweise um gut zehn Prozent zu und erreichte laut Angaben 42,48 Euro, was einem Plus von 10,79 Prozent entspricht. Parallel dazu wird laut Central European Gas Hub ein Hochofen am Standort Linz ungeplant gewartet; zu Details dieser Wartung äußerte sich das Unternehmen auf eine entsprechende Anfrage zunächst nicht.

Die Arbeiterkammer Oberösterreich (AK OÖ) hat 13 im Handel erhältliche Gläser Pesto Rosso analysieren lassen – mit einem klaren Befund: Während alle Bio-Produkte im Test frei von Pestiziden waren und vier Proben überhaupt keine gesundheitsschädlichen Rückstände aufwiesen, zeigte sich bei konventioneller Ware eine breite Palette an Belastungen. Die Konsumentenschützer sprechen von „deutlichen Qualitätsunterschieden“ zwischen den Produkten in den Regalen der Lebensmittelketten.
In den konventionellen Pestos wurden Spuren des hormonell wirksamen Industriechemikaliums Bisphenol A (BPA), potenziell krebserregende Schimmelpilzgifte sowie Pestizid-Rückstände festgestellt. In fünf konventionellen Produkten tauchte BPA nachweislich auf. Laut AK OÖ kann der Stoff hormonell wirken und die Fruchtbarkeit sowie das Immunsystem beeinträchtigen. Eine unmittelbare Gesundheitsgefährdung gehe von den gemessenen Konzentrationen zwar nicht aus, betonen die Tester, dennoch verweisen sie auf die grundsätzliche Problematik einer chronischen und kombinierten Belastung.
Besondere Aufmerksamkeit widmet die Auswertung den in vier Proben nachgewiesenen „relevanten Mengen“ an Alternariatoxinen. Diese Schimmelpilzgifte entstehen durch Pilze der Gattung Alternaria, die häufig Tomaten befallen – eine zentrale Zutat vieler Pesto-Rosso-Rezepte. Hinzu kommt: In allen konventionellen Pesto-Saucen mit Ausnahme eines einzelnen Produkts fanden die Prüfer Pestizid-Rückstände. Zwar seien die gemessenen Gehalte laut Arbeiterkammer nicht akut giftig, doch über Wechselwirkungen, wenn mehrere Pestizide gleichzeitig im Produkt auftreten, gebe es bislang nur wenige belastbare Daten.
Für zusätzliche Brisanz sorgen Einzelfunde von Pflanzenschutzmitteln, die die AK OÖ ausdrücklich als „besonders bedenklich“ einstuft. In je einem Pesto wurden Spuren des Fungizids Dimethomorph sowie des Insektizids Chlorantraniliprol gemessen. Letzteres gilt als toxisch für Wasserorganismen. Vor diesem Hintergrund rät die Arbeiterkammer Konsumenten, beim Einkauf verstärkt auf Bio-Qualität zu achten, zumal diese Pestos im Test frei von Pestiziden blieben und insgesamt deutlich geringere Belastungen aufwiesen.