Gewinnsprung bei Hugo Boss dank Kostendisziplin

10.03.2026


Der Modekonzern Hugo Boss hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem leichten Umsatzrückgang, aber einer deutlichen Steigerung der Profitabilität abgeschlossen. Der Umsatz fiel um ein Prozent auf 4,27 Milliarden Euro, währungsbereinigt stieg er jedoch um zwei Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte um acht Prozent auf 391 Millionen Euro, was einer EBIT-Marge von 9,2 Prozent entspricht. Der Nettogewinn belief sich auf 249 Millionen Euro, ein Plus von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diese Zahlen übertrafen die Erwartungen der Analysten.

Die positive Entwicklung wurde maßgeblich von einem robusten vierten Quartal getragen. In den letzten drei Monaten des Jahres 2025 wuchs der währungsbereinigte Konzernumsatz um sieben Prozent. Das EBIT stieg überproportional um 22 Prozent auf 154 Millionen Euro, wodurch sich die operative Marge im Quartal auf 12,0 Prozent verbesserte. Vor Steuern erzielte das Unternehmen im Schlussquartal 140 Millionen Euro, nach 112 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Quartalsgewinn belief sich auf 109 Millionen Euro.

Für das laufende Jahr 2026 bestätigte das Management die bereits im Dezember angekündigte vorsichtige Prognose. Hugo Boss erwartet einen währungsbereinigten Umsatzrückgang im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich. Das EBIT soll auf 300 bis 350 Millionen Euro sinken. Das Unternehmen hat das Jahr als Übergangsjahr deklariert, in dem ein Rückgang von Umsatz und Gewinn in Kauf genommen wird, um sich strategisch neu auszurichten und mittelfristig wieder an frühere Profitabilitätsniveaus anzuknüpfen. Analysten erwarten im Konsens für 2026 einen Umsatz von 3,9 Milliarden Euro und ein EBIT von 317 Millionen Euro.

Die gesteigerte Profitabilität im abgelaufenen Jahr ist vor allem auf gezielte Einsparungen zurückzuführen. Trotz der schwachen Wirtschaftsentwicklung und des leichten nominalen Umsatzrückgangs gelang es dem Konzern, seine operative Marge um 80 Basispunkte zu verbessern. Die Aktie von Hugo Boss reagierte positiv auf die Veröffentlichung der Zahlen und legte an der Börse deutlich zu. Die Leistung unterstreicht die Fähigkeit des Unternehmens, in einem herausfordernden Marktumfeld durch Kostendisziplin Ergebnisse zu erzielen.

Strategiewechsel bei Meridiana: Silber-Minen und neuer Verwaltungsrat

15.03.2026


Meridiana Capital Markets SE prüft den Einstieg in ein Portfolio historischer Silberminen in Norwegen und stellt damit eine strategische Erweiterung ihres bisherigen Geschäftsmodells in Aussicht. Das in Hamburg ansässige Unternehmen mit der Wertpapierkennnummer A30U9U und der ISIN DE000A30U9U8 hat dazu einen Letter of Intent (LOI) unterzeichnet, wie aus einer nach Artikel 17 der EU-Marktmissbrauchsverordnung veröffentlichten Insiderinformation hervorgeht. Der Schritt soll perspektivisch den Aufbau eines neuen Geschäftsbereichs "Strategic Metals" ermöglichen und zusätzliche Werttreiber für die Gesellschaft erschließen.

Das in dem LOI adressierte Portfolio umfasst historische Silberprojekte in mehreren Explorationsdistrikten Norwegens. Teile dieser Vorkommen wurden bereits vor Jahrzehnten, teils unter Beteiligung deutscher Minengesellschaften, betrieben. Mit dem starken Fokus Norwegens auf die Förderung von Öl und Gas verloren die Silberprojekte in den vergangenen Jahrzehnten jedoch an Bedeutung und spielten zuletzt keine wesentliche Rolle mehr. Meridiana will nun prüfen, ob und in welcher Form diese Assets in das eigene Geschäftsmodell integriert werden können.

Der LOI ist rechtlich unverbindlich und legt vor allem den Prüfungsrahmen fest. Die weiteren Gespräche stehen unter dem Vorbehalt mehrerer Projektgutachten, der detaillierten Strukturierung einer möglichen Transaktion sowie der Bewertung einer strategischen Beteiligung der bisherigen Rechteinhaber an Meridiana selbst. Das Unternehmen betont, dass es keine Gewissheit über den Abschluss einer verbindlichen Transaktion gibt. Damit bewegt sich der Vorstoß zunächst klar im Stadium einer strategischen Option, deren wirtschaftliches Potenzial und Umsetzbarkeit noch zu analysieren sind.

Parallel zur inhaltlichen Neuausrichtung bereitet Meridiana nach eigenen Angaben eine breiter aufgestellte fachliche Zusammensetzung des Verwaltungsrats vor. In diesem Zusammenhang hat das Verwaltungsratsmitglied Martin Hinteregger sein Mandat bereits niedergelegt. Zudem trat auch Andreas Wegerich von seinem Mandat zurück, um sich auf seine Haupttätigkeit zu konzentrieren und den geplanten strategischen Einstieg neuer Rohstoffpartner in die Organstruktur der Gesellschaft zu ermöglichen. Die Personalien unterstreichen, dass die mögliche Erweiterung in Richtung Rohstoff- und Metallgeschäft mit organisatorischen Anpassungen auf Führungsebene einhergeht.