Anlagenbauer Gea erhöht Dividende nach erfolgreichem Geschäftsjahr

10.03.2026


Der Düsseldorfer Maschinen- und Anlagenbauer Gea hat trotz der aktuellen Konjunkturflaute seine Wachstumsziele nach oben korrigiert. Das im Dax notierte Unternehmen verzeichnete im vergangenen Jahr einen Umsatzanstieg von 1,4 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro. Der Nettogewinn stieg sogar um 7,5 Prozent auf rund 0,4 Milliarden Euro. Diese positive Entwicklung wird vor allem durch die steigende Nachfrage nach nachhaltigen Technologien angetrieben, die weniger Energie und Wasser verbrauchen und gleichzeitig das Abfallaufkommen reduzieren.

Gea profitiert von vollen Auftragsbüchern und konnte im vergangenen Jahr den größten Auftrag seiner Unternehmensgeschichte verbuchen. In Algerien baut das Unternehmen eine große Milchfarm, was die Bedeutung des internationalen Geschäfts unterstreicht. Das Unternehmen stellt unter anderem Melkroboter her, die in der modernen Landwirtschaft immer mehr an Bedeutung gewinnen. Konzernchef Stefan Klebert betonte, dass das Jahr 2025 sehr erfolgreich für Gea war und dass das Unternehmen wesentliche Klimaziele vorzeitig erreicht hat.

Die starke Position des Konzerns in den Bereichen Lebensmittel und Pharma bedient Grundbedürfnisse, die auch in Krisenzeiten nachgefragt werden. Zudem profitiert Gea von einer globalen Diversifikation, der hohen operativen Effizienz und dem Strategieprogramm "Mission 30". Mit Blick auf internationale Konflikte hat sich Vorstandschef Stefan Klebert zuversichtlich zur Widerstandsfähigkeit der Gea Group geäußert und sieht keine direkten Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung.

Die Aktionäre können sich über eine um 15 Cent höhere Dividende von 1,30 Euro je Aktie freuen. Die Gesamtbelegschaft lag zum Jahreswechsel weltweit bei rund 19.500 Vollzeitstellen, das waren etwa 400 mehr als ein Jahr zuvor. Einige Tausend davon sind in Nordrhein-Westfalen angesiedelt, wo das Unternehmen in Oelde Zentrifugen für die Bierproduktion, in Bönen Agrartechnik-Anlagen und in Hürth bei Köln Gefriertrockner fertigt. Die Verwaltungszentrale befindet sich in Düsseldorf.

Tourismus und Pendler im Fokus: Neue Akku-Züge für Niederösterreichs Nebenbahnen

15.03.2026


Niederösterreich treibt die Elektrifizierung seines Regionalverkehrs mit Batterietechnik voran. Mobilitätsminister Peter Hanke, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Verkehrslandesrat Udo Landbauer haben die Finanzierung von sieben weiteren Akkutriebzügen für die Regionalbahnen des Bundeslands fixiert. Die neuen Fahrzeuge vom Typ Cityjet FLIRT Akku werden im Rahmenvertrag von den Österreichischen Bundesbahnen bei Stadler Rail bestellt und sollen mit dem Fahrplan 2028/2029 in Betrieb gehen.

Die Investitionssumme für die zusätzlichen Züge liegt bei rund 63 Millionen Euro und wird über die Personenverkehrssparte der ÖBB abgewickelt. Die Finanzierung der Verkehrsdienste teilen sich Bund und Land: Der Bund übernimmt etwa 70 Prozent der Kosten, Niederösterreich rund 30 Prozent. Bereits ab 2028 sollen insgesamt 16 Akkutriebzüge schrittweise auf der Kamptal- und der Kremserbahn zwischen St. Pölten und Horn eingesetzt werden; zudem ist der Einsatz auf der Erlauftalbahn im Mostviertel vorgesehen.

Die FLIRT-Akkuzüge verfügen nach Angaben des Landes unter anderem über Klimatisierung und barrierefreie Einstiege. Verantwortliche sprechen von einer deutlichen Qualitätsverbesserung für Fahrgäste, insbesondere für Pendlerinnen und Pendler, die von mehr Komfort und verlässlicheren Verbindungen zwischen Wohn- und Arbeitsort profitieren sollen. Landeshauptfrau Mikl-Leitner verweist zudem auf die erwarteten Impulse für den Tourismus in Kamptal, Krems und Erlauftal, da besser ausgebaute Bahnangebote Ausflugs- und Urlaubsregionen leichter erreichbar machten.

Aus klimapolitischer Sicht setzen die Partner auf einen schrittweisen Ersatz der bisher eingesetzten Dieseltriebwagen. Laut Mobilitätsminister Hanke reduziert der Betrieb mit Akku-Zügen den CO₂-Ausstoß im Regionalverkehr pro Jahr um rund 1.200 Tonnen und spart etwa eine halbe Million Liter Diesel ein. Das Ministerium sieht darin einen Beitrag zur Dekarbonisierung des Regionalverkehrs und zur Sicherung der Daseinsvorsorge im ländlichen Raum Niederösterreichs, während das Land die Beschaffung als klares Bekenntnis zum Erhalt und zur Modernisierung seiner Regionalbahnen wertet.